Aktuelles:
.News
.Termine

Die Stufe:
.Kursfahrten
.Literaturkurse
.Fotos
.Intern

Online:
.Forum
.Gästebuch
.Chat
.Links
.Downloads
.Guide & Test
.Top 10

Impressum:
.Sponsoren
.Kontakt
.Disclaimer
 

 

Amerikaustausch mal anders von Alex

Es kommt immer mehr in Mode sein elftes Schuljahr im Ausland zu verbringen, vor allem in Amerika. Und mal ehrlich, hier trödelt man sowieso nur rum. Das elfte Schuljahr kann man sich ohne Probleme sparen. Das habe ich mir auch gedacht und habe mich auf den Weg in die USA gemacht. Wahrscheinlich hab ich die negativste Erlebnisse gemacht, die bei einem solchen Austausch nur denkbar sind, aber ich kann es jedem nur empfehlen.

Damit alles möglichst glatt verläuft habe ich versucht meine Erfahrung in ein paar kurze und prägnante Tipps mit Q&A zu fassen.

Wie komme ich dahin?
" Privat ist am besten. Wenn man jemanden kennt, oder wenn ein Mitschüler der schon da war eine Familie empfehlen kann, dann sollte man auf jeden Fall so verfahren. Die Schule kann man auch am besten privat ansprechen. Die offizielle Seite muß aber wieder von einer Sprach-Reisen-Organisation, die sich in diesem Fall aus allem raushalten soll, gemach werden, sprich Visum etc.
" Man geht direkt zu einer solchen Sprach-Reisen-Organisation und meldet sich für ein Austauschjahr an, d.h. nicht, daß Amerikaner hier nach Deutschland kommen. Man bezahlt an die DM10.000 für ein Jahr. Davon ist meistens die Flugreise gedeckt, die Versicherung und sonst nichts. Es gibt eigentlich auch nichts, was eine so hohe Summe rechtfertigt. Denn die Leistungen die eine solche Organisation erbringt sind mehr als mies. Wer auf seine Organisation (Org) angewiesen ist um sich in den USA zurechtzufinden, macht da etwas falsch und hat quasi von Anfang an verloren.

Wo komme ich hin?
" Weiß ich nicht. Aber um das Risiko einen Scheißplatz zu bekommen möglichst gering zu halten, solltest du auf folgendes achten:
" Du wirst einen Fragebogen für deine Org ausfüllen müssen, wo auch einige Fragen zur Familie und zum Wohnsitz gestellt werden. Eine Frage wird in etwa lauten, ob du einverstanden bist bei einer Familie zu wohnen, deren Einkommen geringer ist als das deiner. Beantworte diese Frage mit "Nein" und laß dich nicht davon abbringen. Die Org wird möglicherweise bei dir anrufen und dir sagen, daß du das zurücknehmen sollst. Tu es nicht, bleib hart. Denke immer daran: Du gibst das Geld, sie die Dienstleistung.
" Eine andere Frage wird sich auf den Wohnsitz beziehen. Du sollst deinen Wunschwohnort eine Priorität zuweisen, also sagen wo du lieber wohnen möchtest, im Kaff oder in einer Stadt. Hierbei ist auch wieder deine Stärke gefragt. Kreuze nur einen Wohnsitz in der größtmöglichen Stadt an. Alles andere streich durch, verteile keine Prioritäten. Ganz bestimmt wird sich die Org. auch wieder darüber beschweren, und wiederum mußt du hart bleiben. Nicht nachgeben. Denke immer daran: Du gibst das Geld, sie die Dienstleistung. Wenn du nachgibst kommst du in eine Stadt mit 2000-3000 Einwohnern, kein Scherz. Und nichts ist schlimmer als die amerikanische Provinz.
" Letzte Sache: Dein Wunschstaat. Ein Geheimtipp und für mich der beste Staat der ganzen USA ist Colorado. Es ist warm und kalt, 330 Tage pure Sonnen ohne die kleinste Wolke, keine fette Menschen, Sport wohin man nur guckt und wunderschöne Landschaften. Es gibt aber auch hier Staaten, von denen man die Hände lassen sollte, falls man nicht lebensmüde ist. z.B. wären da, an oberster Stelle Wyoming. Dann die anderen etwas nördlicheren Staaten, wie Montana, Idaho, North Dakota. Auch wenn ihr Ski fahren wollt, es gibt keine besseren Pisten in ganz USA als in Colorado. Vergessen könnt ihr ebenfalls Utah, nur Mormonen da. Wyoming ist so groß wie Deutschland und hat 680.000 Einwohner. Cheyenne, die Hauptstadt hat 45.000 Einwohner. Das einzige was man dort macht ist eigentlich nur kiffen und rumbalern. Das macht kein Spaß, überhaupt nicht. Man sollte sich ebenfalls vor West Virginia hüten. Ich sag nur 27% Arbeitslosigkeit, 4% USA Durchschnitt. Die Orgs haben zwar auch recht, daß es nicht immer Californien oder NY sein kann, aber laßt die nicht ihr Spiel mit dir durchziehen. Denke immer daran: Du gibst das Geld, sie die Dienstleistung. Du kannst zwar nicht den Staat bestimmen, aber du solltest sagen wo du nicht hinmöchtest.
" Deine Interessen wirken sich auf deine Platzierung aus. So wird jemand, der angibt Pferde zu mögen, sofort und grundsätzlich nach Montana geschickt. Jemand der allerdings schwimmen als Hobby angibt, wird nicht unbedingt nach Californien kommen. Sei sparsam mit deinen Äußerungen über dein Privatleben und unterstreiche soviel wie möglich, daß du Kontakt zu vielen Menschen brauchst. Sonst wirst du wirklich ins letzte Kaff geschickt, den das bedeute die wenigste Arbeit für die Org. Wo nichts ist, kannst du nichts anstellen.

Was soll ich mitnehmen?

" Tasche packen: Nimm nicht allzuviel mit. Es bietet sich an erstmal zu schauen, wie sich die Leute dort kleiden, und dort Klamotten zu kaufen. Du wirst es sowieso tun, so sparst du dir Gepäck mit.
" Bring deiner Gastfamilie ein kleines Präsent mit, irgendwas typisch deutsches/bayerisches.
" Sobald du in das amerikanische Flugzeug steigst, sollte von nun an einer der wichtigsten Sätze im amerikanischen immer und überall auf deiner Zunge sein: I'll sue you! Ein Amerikaner fürchtet sich mehr vor einer Klage als vor einer AK 47. Das hat mir ein Amerikaner im Flugzeug von Frankfurt nach Chicago erzählt. Als ich mit meinem Gepäck in Chicago durch den Zoll marschiert bin und zu meinem Anschlußflug wollte, meinte eine Mitarbeiterin von United mein Gepäck wiegen zu müssen. Ich hatte zwei Kilo Übergepäck und sollte dafür 50$ zahlen. Ich habe ihr gesagt, daß der Check-in von Lufthansa gemacht wurde, und daß dieser auch für United gilt etc. etc., doch sie wollte es nicht einsehen. Da habe ich den magischen Satz gesagt "I'll sue you! " und schon ging sie zu ihrem Vorgesetzten und holte ihn herbei. Dieser wog meine Taschen mit der Hand und meinte alles sei okay und ich konnte weiter.
" R-Gespräche heißen auf US-English Collect Calls.
" Telefonkarten in Amerika funktionieren anders als hierzulande. Mann muß eine Nummer auf ihnen freirubbeln, dann dort anrufen, noch ein pin-feld freirubbeln und diesen eingeben. Erst dann kann man telefonieren.